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Unterschiede beim Kirschlorbeer: Welche Sorte passt zu Ihrer Kirschlorbeerhecke?

Anna von Hedgy Heckenpflanzen

Anna von Hedgy Heckenpflanzen

Ungefähr 5 Minuten Lesezeit
Wer eine immergrüne, pflegeleichte und schnell wachsende Hecke sucht, landet früher oder später beim Kirschlorbeer. Doch spätestens bei der Auswahl wird schnell klar: Kirschlorbeer ist nicht gleich Kirschlorbeer. Zwischen den verschiedenen Sorten des Kirschlorbeers gibt es deutliche Unterschiede in Wuchsform, Blattgröße, Wachstumsgeschwindigkeit und Winterhärte. Genau deshalb stellen sich viele Gartenbesitzer die Frage: Welche Sorte pflanze ich für meine Kirschlorbeerhecke?
Unterschiede beim Kirschlorbeer: Welche Sorte passt zu Ihrer Kirschlorbeerhecke?

Welche Kirschlorbeer-Sorten gibt es?

Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, ist der Kirschlorbeer nicht mit dem Echten Lorbeer verwandt. Der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus), auch Lorbeerkirsche genannt, gehört nämlich zur Familie der Rosengewächse und ist damit ein Verwandter von Kirsche, Pflaume und Mandel. Beim Prunus laurocerasus unterscheidet man verschiedene Sorten, zum Beispiel Etna, Novita und Rotundifolia. Auch der Portugiesische Kirschlorbeer wird oft in einem Atemzug mit diesen Sorten genannt, auch wenn er offiziell eine eigene Art bildet (Prunus lusitanica). Selbstverständlich haben wir auch einen Blogpost über die Unterschiede zwischen der Lorbeerkirsche und dem Portugiesischen Kirschlorbeer geschrieben.

Unterschiede zwischen den verschiedenen Kirschlorbeer-Sorten

Alle Kirschlorbeer-Sorten haben einige Eigenschaften gemeinsam: Sie sind immergrün, wachsen dicht und bieten das ganze Jahr über Sichtschutz. Dennoch unterscheiden sich die einzelnen Sorten stark in ihrem Wachstum und ihrer Optik.

Die Wahl der passenden Sorte entscheidet darüber, wie breit die Hecke wird, wie häufig sie geschnitten werden muss und wie gut sie Frost verträgt. Gerade bei kleinen Gärten oder schmalen Grundstücken lohnt sich ein genauer Vergleich.

Wuchsform und Volumen

Ein wichtiger Unterschied zwischen den verschiedenen Kirschlorbeer-Sorten ist die Wuchsform.

Breit wachsende Sorten wie Rotundifolia oder Novita eignen sich hervorragend für große Grundstücke und hohe Sichtschutzhecken. Sie entwickeln viel Volumen und wachsen schnell dicht.

Wer dagegen eine schmale Kirschlorbeerhecke pflanzen möchte, sollte eher zu aufrecht wachsenden Sorten greifen. Besonders beliebt ist der Portugiesische Kirschlorbeer, da er zwar schnell wächst, aber hauptsächlich in die Höhe. Er wird nur ein bis zwei Meter breit, erreicht aber eine Höhe von bis zu 3 Metern. Daher eignet er sich perfekt für schmale Hecken.

Andere schmale Sorten sind Caucasica, Genolia und Herbergii.

Blattform und Blattdichte

Alle Kirschlorbeer-Sorten haben längliche, spitze Blätter, die dem Echten Lorbeer sehr ähneln. Daher haben sie schließlich ihren Namen. Trotzdem gibt es auch in der Blattgröße Unterschiede zwischen den verschiedenen Kirschlorbeer-Sorten.

Schmalere Sorten wie Genolia und Herbergii haben auch kleinere Blätter und wirken insgesamt etwas feiner. Der Portugiesische Kirschlorbeer zeichnet sich durch kleinere, elegante Blätter aus, die besonders dicht wachsen. Viele Gartenbesitzer bevorzugen ihn deshalb wegen seiner edlen Optik.

Eine Ausnahme ist hier der Kirschlorbeer Caucasica, der zwar schmal wächst, aber trotzdem recht große Blätter hat. Der Großblättrige Kirschlorbeer Rotundifolia hat, wie der Name ja bereits vermuten lässt, besonders große und breite Blätter. Dadurch wirkt die Hecke sehr voluminös.

Generell gilt: Große Blätter sorgen für ein kräftiges Erscheinungsbild, kleinere Blätter wirken oft eleganter und moderner.

Wachstum

Generell zählen alle Kirschlorbeer-Sorten zu den schneller wachsenden Heckenpflanzen. Mit 30 bis 50cm Zuwachs pro Jahr können Sie durchaus rechnen.

Der Kirschlorbeer Rotundifolia wächst mit 45 bis 50cm pro Jahr von allen Sorten mit Abstand am schnellsten. Der Portugiesische Kirschlorbeer, der Kirschlorbeer Etna und der Kirschlorbeer Genolia lassen sich mehr Zeit und legen pro Jahr etwa 30cm zu. Das bedeutet zwar etwas mehr Geduld beim Aufbau der Hecke, dafür fällt der Pflegeaufwand geringer aus.

Winterhärte

Alle Kirschlorbeer-Sorten in unserem Sortiment sind winterhart und immergrün. Manche Sorten vertragen Frost, Schnee und Eis jedoch besser als andere:

Der beliebte Kirschlorbeer Rotundifolia verträgt zum Beispiel Minustemperaturen bis -15°C. Wenn Sie in einer Region mit besonders strengen Wintern leben, empfehlen wir Ihnen den Kirschlorbeer Novita. Der sieht dem Großblättrigen Kirschlorbeer zum Verwechseln ähnlich, ist aber sogar bis zu -25°C winterhart.

Welche Sorte pflanze ich für meine Kirschlorbeerhecke?

Welche Sorte die richtige Wahl für Ihren Garten ist, hängt letztendlich ganz von Ihren Wünschen ab. In großen Gärten sorgen breite Sorten wie Rotundifolia für das nötige Volumen. In kleinen Gärten sind schmalere Sorten ideal.

Für kleine Gärten: Genolia oder Portugiesischer Kirschlorbeer

In kleinen oder schmalen Gärten sind kompakte Sorten die beste Wahl.

Der Kirschlorbeer Genolia wächst besonders schlank und aufrecht. Dadurch benötigt die Hecke wenig Platz und bleibt trotzdem dicht.

Auch der Portugiesische Kirschlorbeer eignet sich ideal für schmale Hecken. Seine kleinen, dunkelgrünen Blätter wirken besonders elegant und dicht. Außerdem wächst diese Sorte sehr gleichmäßig.

Für schnellen Sichtschutz: Rotundifolia oder Novita

Wer möglichst schnell eine hohe und dichte Hecke möchte, greift meist zu Rotundifolia oder Novita.

Rotundifolia besitzt große, hellgrüne Blätter und entwickelt besonders viel Volumen. Die Sorte wächst schnell und bildet rasch einen blickdichten Sichtschutz.

Novita ähnelt dem Rotundifolia optisch sehr stark, gilt jedoch als etwas robuster und winterhärter.

Für kalte Regionen: Novita oder Caucasica

Wichtiger Unterschied - nicht jede Kirschlorbeer-Sorte verträgt starken Frost gleich gut.

Der Kirschlorbeer Novita gilt als besonders winterhart und eignet sich hervorragend für Regionen mit kalten Wintern. Temperaturen bis etwa -25°C werden meist problemlos vertragen.

Auch Caucasica ist robust und widerstandsfähig. Die Sorte ähnelt der Wildform des Kirschlorbeers und überzeugt durch ihre gute Frostverträglichkeit.

Für pflegeleichte Hecken: Etna

Der Kirschlorbeer Etna wächst etwas kompakter und langsamer als andere Sorten. Dadurch muss er seltener geschnitten werden.

Besonders auffällig sind die bronzefarbenen Austriebe im Frühjahr, die später dunkelgrün werden. Wer eine dekorative und gleichzeitig pflegeleichte Hecke sucht, trifft mit Etna eine gute Wahl.

So finden Sie die richtige Sorte für Ihre Kirschlorbeerhecke

Die Frage „Welche Sorte pflanze ich für meine Kirschlorbeerhecke?“ lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind immer die Platzverhältnisse, der gewünschte Pflegeaufwand und die Optik der Hecke.

Während Rotundifolia und Novita ideal für schnelle, hohe Sichtschutzhecken sind, eignen sich Genolia oder der Portugiesische Kirschlorbeer besser für schmale und moderne Gärten. Wer besonderen Wert auf Winterhärte legt, trifft mit Novita oder Caucasica eine gute Wahl.

Wer die Unterschiede der Kirschlorbeer-Sorten kennt, findet jedoch schnell die perfekte Heckenpflanze für den eigenen Garten. Und selbstverständlich beraten unsere Gartenexperten Sie jederzeit gerne bei der Wahl der richtigen Kirschlorbeersorte!

PS: Noch mehr hilfreiche Tipps, wie Sie eine Kirschlorbeerhecke pflanzen und pflegen, lesen Sie in unserem Artikel Kirschlorbeer pflegen: richtig einpflanzen, gießen, düngen & schneiden.