Beliebte Sorten der Scheinzypresse: Farbe, Wuchs und Tempo
Scheinzypressen (Chamaecyparis) gibt es in verschiedenen Varianten. Sie unterscheiden sich vor allem in ihrer Nadelfarbe und Wuchsform. Am häufigsten sieht man in deutschen Gärten die Blaue Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana 'Columnaris Glauca'). Sie bietet mit ihrem bläulich-grauen Schimmer einen besonders edlen Sichtschutz für Ihr Grundstück. Falls Sie die blaue Scheinzypresse pflanzen und schneiden, sollten Sie bedenken, dass sie pro Jahr etwa 20 bis 30 Zentimeter in die Höhe wachsen können. Auch beliebt ist die goldgelbe Variante: Die gelbe Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana 'Ivonne') wächst im Gegensatz zur blauen Säulenzypresse etwas kompakter wachsen. Beide Sorten sind geeignet, wenn Sie einen Strauch suchen, der weniger Breite und mehr in die Höhe wächst.
Gewusst wie: Scheinzypresse schneiden
Wenn Sie eine Säulenzypresse schneiden, geht es meist darum, die schmale Silhouette des Strauchs zu erhalten und höchstens zu verhindern, dass die Äste bei schwerem Schnee im Winter auseinanderfallen. Damit Ihre Hecke blickdicht bleibt, schneiden Sie die Scheinzypressen in einer leichten Trapezform. Das sieht so aus: Unten bleibt die Hecke etwas breiter als oben. So bekommen auch die bodennahen Äste genug Sonnenlicht und sterben nicht ab. So verhindern Sie das gefürchtete Verkahlen im unteren Bereich. Wir empfehlen Ihnen, unbedingt: Benutzen Sie immer eine scharfe und saubere Heckenschere. So werden die Zweige glatt abgetrennt und nicht gequetscht. Schneiden Sie vor allem die weichen, grünen Triebspitzen des aktuellen Jahres zurück.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um die Scheinzypresse zu schneiden?
Ein guter Zeitpunkt, um eine Säulenzypresse zu schneiden, ist der Frühsommer, gern Mitte Juni. Dann haben die Sträucher ihren ersten großen Wachstumsschub des Jahres bereits erlebt. Ein bewölkter, trockener Tag eignet sich am besten. Scheint die Sonne, ist es möglich, dass die frisch angeschnittenen Triebspitzen braun werden und verbrennen.
Falls Ihre Hecke sehr stark wächst oder Sie eine niedrigere Höhe bevorzugen, können Sie im Spätsommer einen zweiten, leichten Nachschnitt einplanen. Später im Jahr sollten Sie besser nicht zur Heckenschere greifen, damit die frischen Schnittstellen vor dem ersten Frost noch gut heilen. Achten Sie vor dem Schnitt im Sommer auch unbedingt darauf, ob Vögel in der Hecke brüten.
Warum Sie die Scheinzypresse niemals radikal schneiden sollten
Vielleicht ist Ihnen die Hecke über die Jahre über den Kopf gewachsen und Sie überlegen, die Scheinzypresse radikal zu schneiden? Wir raten davon ab! Sie sollten nur bedacht in das alte, braune Holz der blauen oder gelben Scheinzypresse schneiden, denn anschließend treibt die Pflanze dort in der Regel nicht mehr neu aus. Im Gegensatz zu manchen Laubgehölzen oder der Eibe besitzen Scheinzypressen im inneren, kahlen Holz keine schlafenden Knospen mehr.
Wenn Sie die Hecke ganz runterschneiden, müssen Sie die Pflanzen im Zweifel ersetzen, um vollen Sichtschutz genießen zu können.
Falls Sie die Säulenzypresse radikal schneiden möchten, tun Sie das wie im Naturschutzgesetz festgelegt, nur vor dem 1. März oder dem 30. September.
Was tun, wenn die Scheinzypresse zu hoch gewachsen ist
Ist die Säulenzypresse deutlich zu hoch, hilft radikales Schneiden also nicht. Die Pflanze erholt sich davon nicht. In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten:
- Der sanfte Schnitt: Kürze die Spitze über etwa zwei bis drei Jahre nur stückweise, und zwar knapp über einem grünen Seitentrieb. So kann der verbleibende grüne Ast die Lücke langsam schließen.
- Die Neuanpflanzung: Wenn die Hecke innen bereits komplett vergreist und braun ist, hilft oft nur die Säulenzypressen auszugraben und einen kompletter Neuaufbau mit jungen, frischen Pflanzen anzugehen.
Falls Sie also jedes Jahr ein wenig an den grünen Spitzen korrigieren, bleibt Ihr Sichtschutz über viele Jahre gesund, vital und kräftig grün.
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